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Auf dem 20. Deutschen Fachkongress Fabrikplanung hält Dr. Martin Schönheit, geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Schönheit + Partner (S + P), einen Vortrag zum Thema „Plant-on-Demand und Digital Twin – Lösung für den produzierenden Mittelstand“. In einem Interview mit dem Fachmagazin Produktion gab er einen ersten Einblick in wichtige Aspekte bei der Planung von Zukunftsfabriken.
Welche Faktoren sind zukünftig für Fabriken im globalen Kontext wichtig?
Dr. Martin Schönheit: Es geht meist darum, global gültige Ansätze der Fabrikplanung auf lokale Bedingungen anzupassen. Dies betrifft:
- Kulturen und Regelwerke in den Ländern, die es zu verstehen und im Fabrikdesign aufzunehmen gilt.
- Stapelbarkeit und Geschossigkeit von Gebäuden in Ländern, für die Urban Production eine Rolle spielt (Singapur, Malaysia, Schweiz, Deutschland, Österreich).
- Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft mit Blick auf wiederverwendbare Materialien und Nachhaltigkeit.
- Flexibilität und Multifunktionalität der Gebäude mit einem hohen Grad an Wandelbarkeit.
Welche Rolle spielt der Digitale Zwilling in dem Kontext?
Dr. Martin Schönheit: Der Digitale Zwilling einer 3D-gestalteten Fabrik ist heute in der Planungsarbeit ein unverzichtbares Instrument geworden. Die verschiedenen Planer und Nutzer arbeiten von Anfang im gleichen digitalen Modell „Single Source of Truth“. Der Digitale Zwilling unterstützt bei der Absicherung der Funktionsfähigkeit (Qualität), dient zur Beschleunigung der Planung (Schnelligkeit), liefert eine initiale Erprobung (Prognose) und schafft Akzeptanz für Veränderung bei Teams, die sich Ihre Zukunftsfabrik nicht vorstellen können (Change). Der Digitale Zwilling ist neben Planung vor allem für die Betriebsphase und das Facility Management ein gutes Fundament.
Stichwort Metaverse: Ist die Technologie schon so ausgereift, dass Sie bei der Fabrikplanung eine dominierende Rolle spielen kann?
Dr. Martin Schönheit: Von unseren Wünschen als ganzheitlicher Fabrikplaner zum gleichzeitigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Metaverse werden erst 25 % in marktgängigen Systemen und Tools angeboten. Das bringt uns dazu, die reale Welt in die virtuelle Welt mit eigenen VR-Instrumenten zu integrieren. Vor allem mittelständische Unternehmen können sich die Investitionen in diese digitale VR-Welt noch nicht leisten. Wir versuchen, als Planer und Bindeglied, diese Lücke für den produzierenden Mittelstand zu schließen.
➡️ Weitere Informationen und Tickets für den Fachkongress finden Sie hier: https://www.fabrikplanung-kongress.de/





